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Beitrag zur MWC-Studie über das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung

Das Krone Hitradio bringt am 30. November 2009 um 17:00 Uhr und um 18:00 Uhr einen Beitrag über die von MWC verfasste Studie zum Thema "Handy am Steuer - ein gefährliches Spiel"

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Handy am Steuer ein gefährliches Spiel

Der Marktforscher MWC schickte dieses mal nicht seine Mitarbeiter aus, um die Beratungsqualität in Handel, Gewerbe, Dienstleistung, Gastronomie und Hotelerie zu erheben, sondern wollte wissen, wie viele Autofahrer in einem PKW noch immer mit dem Handy am Steuer telefonieren, ohne eine Freisprecheinrichtung zu verwenden. Für diese Untersuchung wurde das Marktforschungsinstrument verdeckte Verkehrsbeobachtung ausgewählt. Dabei bekamen die 20 österreichweit eingesetzten Beobachter den Auftrag, innerhalb von 3 Tagen (Ende November 2009) an individuell ausgewählten, verkehrsstarken Punkten (Kreuzungen, Straßen, Parkplätzen, usw) und Zeiten die Verkehrsteilnehmer im Hinblick auf das Handytelefonieren zu beobachten. Sie mussten täglich über 5 Zeiträume und dabei jeweils 10-minütiger Zeitspanne ihre Beobachtungen festhalten und mit der Gesamtzahl an Fahrzeugen vergleichen. Das Ergebnis ist erschreckend. 8,7 % der beobachteten PKW-Fahrer- und (-Innen) telefonieren immer noch ohne Freisprecheinrichtung und gefährden damit ihr Leben, dass ihrer Mitfahrer und dass der anderen Verkehrsteilnehmer - Beobachtungssample: ca. 110.000. Zusätzlich stellten die Beobachter folgende Verkehrsgefährdungen fest:

  • Überfahren von (ungeregelten) Zebrastreifen, obwohl Kinder warteten
  • Schlangenlinien-fahren
  • Notorisches Linksfahren
  • Abruptes Bremsen
  • Einfahren in Kreuzungen bei rot und damit Blockieren des fließenden Verkehrs
  • Abbiegen ohne zu Blinken
  • Fahrstreifenwechsel ohne zu Blinken
  • Fahren unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit

Handytelefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung finden zwar viele gefährlich, aber trotzdem tun es die meisten. Das ergab eine Befragung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit aus dem Jahr 2007 (KfV). Ein Drittel der 530 Befragten hielt damals das Handytelefonieren im Auto sogar für sehr gefährlich, ein Viertel sprach sich für ein Telefonierverbot im Auto aus. Laut KfV ist das Unfallrisiko eines mit dem Handy telefonierenden Lenkers fünfmal höher als das von Lenkern, die nicht telefonieren. Bei Verkehrszählungen im Jahr 2007 im Großraum Wien wurde das Telefonierverhalten im fließenden Verkehr beobachtet. Wurde im Jahr 2006 nur jeder 19. Kfz-Lenker mit einem Handy am Ohr gesichtet, war es 2007 jeder neunte.
Den Grund für den noch immer sehr hohen Anteil an Telefonierern ohne Freisprecheinrichtung sieht Mag. Markus Weinhold, Geschäftsführer von MWC, in den viel zu niedrigen Strafen (in Österreich dzt. 50,-) wäre die Strafe 300,- bin ich mir sicher, würde die Quote schnell und dramatisch sinken. Außerdem ist die Aufdeckrate viel zu gering. Mittlerweile dürfen in den meisten europäischen Ländern Handys, während der Autofahrt, nur noch mit Freisprechanlage benutzt werden. Wer dennoch ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Die höchsten Strafen drohen derzeit in Italien (ab 155), Niederlande ( 150), Norwegen ( 150), Slowakei ( 135), Portugal (ab 120) und in Slowenien ( 120). In Griechenland ist mit einer Verdoppelung der Strafe zu rechnen, sofern diese nicht innerhalb von 10 Tagen bezahlt wird. In Deutschland muss man 40 Strafe bezahlen und erhält einen Eintrag von einem Punkt im Verkehrzentralregister in Flensburg. In den meisten europäischen Ländern ist man auch verpflichtet, sofort die Strafe zu bezahlen. Wenn man sich weigert, kann es vorkommen, dass das Auto stillgelegt oder der Führerschein entzogen wird. Wer trotzdem beim Fahren ohne Freisprechanlage telefoniert und in einen Unfall verwickelt wird, muss zusätzlich mit ernsthaften Folgen rechnen. Den entstandenen Schaden am eigenen Auto muss er selbst bezahlen. Wenn außerdem bei einem Unfall noch Personen zu Schaden kommen, kann der Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung bestraft werden. Der Motorisierungsgrad der Österreicher erhöht sich seit Jahrzehnten kontinuierlich - jährlich durchschnittlich um 1,2 %. Ende 2009 beläuft sich der Autobestand (PKW) auf ungefähr 4,3 Mio. Fahrzeuge. Wenn wir nur 10 % der noch immer ohne Freisprecheinrichtung fahrenden Verkehrssünder einmalig mit 300,- bestrafen würden, könnte sich der Finanzminister über Zusatzeinnahmen idH von 12 Mio freuen, rechnet Mag. Weinhold vor. Natürlich ist diese Untersuchung nicht 100% zuverlässig, (dafür müsste der Beobachtungszeitraum länger gewählt werden und außerdem haben wir uns auf maximal 2-spurige Straßen konzentriert sonst hätte es ein Beobachter nicht zuverlässig analysieren können), trotzdem bestätigt sie die Vermutung und den Ärger vieler Autofahrer, über die enorme Anzahl an Handytelefonierer, so Mag. Weinhold, der übrigens keine relevanten geschlechterspezifischen Unterschied erkennen konnte. Auch gäbe es keine großen Unterschiede in den einzelnen Bundesländern, weil immer verkehrsstarke Punkte ausgewählt wurden und die Untersuchungsgröße für einen Bundesländervergleich zu gering wäre.
Die britische Polizei kämpft gegen die Handytelefonierer mit einem Schockvideo, welches sich schon mehr als sechs Millionen Menschen angesehen haben: Für alle, die immer noch nicht bereit sind, 20,- in eine vernünftige Freisprecheinrichtung zu investieren, empfehle ich einen Blick auf dieses Video (Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=8I54mlK0kVw&feature=player_embedded#) so Mag. Markus Weinhold.

MWC Mag. Markus Weinhold
Herrengasse 5

A-3002 Purkersdorf

mobil: +43-676-30 30 310

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www.mwc.at

MWC ist europaweiter Anbieter mikroökonomischer Marktforschung. Als Managing Director von INTERNATIONAL SERVICE CHECK/Multisearch GmbH ist Mag. Markus Weinhold unter anderem verantwortlich für Österreich. www.internationalservicecheck.com.

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